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Samstag, 28. Februar 2009

Mal wieder ein deutscher Abend in Uganda

Am 28. Feburar 2009 hatten wir eine weitere Deutschklasse zu einem deutschen Abend eingeladen.
Es war eine der beiden Klassen, die uns mit am längsten begleitete. Der Einladung folgten mit großem Dank alle Studenten des Kurses: Pauson, Geoffrey, Godfrey, Shillah, Edgarida und Daniel.

Während das Essen noch im Backofen duftete, wurde das Spiel „UNO“ erklärt uns gespielt. Der Ehrgeiz dieser Klasse erstaunte uns besonders. Bis jetzt erlebten wir alle Ugander, mit welchen wir ein Kartenspiel spielten als weniger ehrgeizig. Zu unserer Verwunderung entschuldigten sich alle bei der Person, die eine Karte ziehen musste oder am verlieren war.
Shillah steigerte sich sehr in das Spiel hinein, was wir bei einer Frau in dieser Kultur noch nicht erlebt hatten. Es war sehr unterhaltsam und wir hatten total viel zu lachen. Alle unserer sechs Freunde hatten sehr großen Spaß und Freude an Uno und weitere regeln wurden eingeführt, um den Ehrgeiz und die Konzentration zu steigern. Von Shillah hörte man immer wieder das Wort „punishment“ (Bestrafung). Denn für kleinste Fehler im Spiel mussten zusätzlich Karten gezogen werden. :-) Der Lautstärkepegel war enorm. Freudensrufe, Geklatsche, Geschrei, wenn jemand seine Punishment-Karte ziehen musste usw. Aber es war genial! :-)


Danach gabs Essen. Wie es hier in Uganda oft ist, haben viele Angst davor Käse zu essen aber ansonsten hat ihnen unser deutsches Essen sehr gut geschmeckt.

Danach hatten wir noch eine kleine Kultur-Lehreinheit vorbereitet. Das Tagesschau-Video, welches wir bereits beim ersten deutschen Abend zeigten, schockte auch hier die Studenten wegen dem Schnee.
Manche von ihnen wussten nicht was Schnee ist. Videos und Präsentationen zu diesem Thema riefen die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Sie konnten uns nicht glauben, dass man bei Minustemperaturen das Haus verlassen kann. Sie dachten, wir müssten für 4 Monate im Voraus einkaufen, weil es unmöglich ist, das Haus zu verlassen. „Das ist bestimmt der Grund, warum in Deutschland so vieles verpackt und in Dosen ist.“ Viele bemitleideten uns und entschuldigten sich, da sie die Videos so schrecklich fanden. Ein anderer stellte fest: „Darum habt ihr alle ein Auto. Ihr müsst mit dem Auto in euer Haus fahren, damit ihr im Winter das Haus mithilfe des Autos verlassen könnt.“ Aber das wir unser Auto nicht im Wohnzimmer parken stieß auf Verunsicherung. „Aber wie kommt ihr dann zum Auto ohne dass die eisige Luft euch umbringt?“ Kabale ist der kälteste Ort Ugandas und Afrikaner können sich nichts Kälteres vorstellen. Woher sollen sie wissen, dass man nicht sofort erfriert im Schnee? Nach einer Tagesschau, in der das Verkehrschaos wegen Schnee und Glätte gezeigt wurde, waren sie zuerst überfordert: Die großen Autobahnen Deutschlands, so viele Autos auf einmal, Bäume ohne Blätter und dann noch der Schnee und seine Gefahren (die Autounfälle)...

Zum Abschied machten wir noch zwei schöne Gruppenbilder und dann mussten sich unsere ugandischen Freunde auch schon auf den Weg nach Hause, in die Stadt machen.